Gemeinschaftliche Landwirtschaft

Auf dem Hof Brachland wächst eine grosse Vielfalt an Gemüse, Beeren, Obst und Kräutern.

Doch wir möchten nicht nur Lebensmittel anbauen. Wir möchten eine Landwirtschaft ermöglichen, die Boden aufbaut statt auslaugt, Vielfalt fördert und die Beziehung zwischen Mensch und Natur stärkt.

Dafür suchen wir Menschen, die sich Gedanken über ihre Ernährung machen, gesunde Lebensmittel mit Charakter schätzen und wissen möchten, wo und wie diese angebaut werden.

Neu gedacht – aus Erfahrung gewachsen

Neu können die Mitglieder ihre Ernteanteile individueller – als Portionen – aus dem verfügbaren Angebot bei der wöchentlichen Abholung selbst zusammen. So entsteht mehr Raum für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen.

Gleichzeitig setzen wir auf Begegnung statt Verpflichtung: Die Mitarbeit auf dem Hof ist freiwillig und die Abholung wird von Menschen aus dem Hofteam begleitet. Dadurch bleibt mehr Zeit für Austausch, Fragen und das gemeinsame Erleben der Saison.

Nach einer längeren Pause und vielen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren bauen wir unsere gemeinschaftliche Landwirtschaft neu auf.

Dabei nehmen wir Bewährtes mit, hinterfragen manches und wagen Neues. Vieles ist bereits durchdacht, anderes wird sich erst im gelebten Alltag zeigen. Einige Elemente – wie die individuellen Ernteanteile oder die neue Form der Verteilung – werden wir gemeinsam mit den ersten Mitgliedern erproben und weiterentwickeln.

Daher verstehen wir die kommende Saison im 2027 als Aufbaujahr und starten bewusst mit einer überschaubaren Gruppe, um danach sorgsam zu wachsen. Nicht Perfektion ist unser Ziel, sondern eine gemeinschaftliche Landwirtschaft, die mit den Menschen gedeihen darf, die sie tragen und ermöglichen.

S0 funktioniert’s

Statt Produkte zu bepreisen, tragen wir gemeinsam die Kosten für die Landwirtschaft als Ganzes. Wir organisieren die Produktion gemeinschaftlich, die Verteilung bedürfnisorientiert und ermöglichen Teilhabe unabhängig von finanziellen Möglichkeiten.

Oder anders gesagt: Die Lebensmittel verlieren ihren Preis und erhalten ihren Wert zurück.

Dadurch wird möglich, was in der klassischen Martwirtschaft oft keinen Platz hat:

  • Aufbau statt Ausbeutung
  • Vielfalt statt Spezialisierung
  • Sorgfalt statt Effizienzdruck
  • langfristiges Denken statt kurzfristiger Ertrag

 

Dabei geht es nicht nur um gute Lebensmittel, sondern auch um die Frage, wie Landwirtschaft heute langfristig tragfähig gestaltet werden kann.
Deshalb gestalten wir bewusst eine Form des Wirtschaftens, die die Bedürfnisse von Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen gleichermassen mitdenkt.

Dein Ernteanteil

Vor Beginn der Saison teilen alle Mitglieder mit, wie viele Portionen Gemüse, Beeren und Obst sie pro Woche beziehen möchten. Anhand dieser Angaben planen wir den Anbau.

So orientiert sich die Verteilung nicht an standardisierten Gemüsekisten, sondern an den Bedürfnissen der Menschen und dem, was die Natur gerade hervorbringt – mal üppiger, mal einfacher, immer saisonal

Jede Woche steht die aktuelle Ernte direkt auf dem Hof zur Abholung bereit. Die Mitglieder können aus dem verfügbaren Angebot auswählen und ihre Portionen zusammenstellen.

Finanzierung über Bieterunde

Vor Beginn der Saison erstellen wir ein Budget: Löhne, Saatgut, Jungpflanzen, Infrastruktur, Maschinen, laufende Betriebskosten und alles, was es braucht, damit der Lebensmittelanbau funktionieren kann.

Über die Bieterunde beteiligen sich alle Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Deckung dieses Budgets. Manche Menschen können mehr beitragen, andere weniger. Gemeinsam entsteht daraus die Grundlage, auf der der Lebensmittelanbau überhaupt möglich wird.

Hier wird nichts mehr gekauft, sondern gemeinsam ermöglicht.

Wie wir Landwirtschaft betreiben

Auf unserem kleinen Hof kultivieren wir eine grosse Vielfalt an Beeren-, Obst, Gemüse, Gewürz- und Heilkräuter.

Vielfalt, Bodenfruchtbarkeit und lebendige Kreisläufe stehen für uns im Mittelpunkt. Wir verstehen unseren Hof nicht als reine Produktionsfläche, sondern als Organismus in dem sich Ökologie und Produktion vereinen. Als einen Ort, an dem Pflanzen, Tiere, Boden und Menschen in Beziehung stehen.

Aus dieser Haltung entstehen Lebensmittel, die mehr sind als Nahrung: Sie tragen die Vielfalt, die Lebendigkeit und die Sorgfalt dieses Systems in sich. Und vielleicht ist es genau das, was man am Ende schmeckt.

Gemeinsam wachsen

Die Art und Weise, wie wir die Erde kultivieren – wie wir Landwirtschaft betreiben und uns ernähren – wirkt weit über einen Hof hinaus. Sie prägt Landschaften, Gemeinschaften und unser gesellschaftliches Miteinander.

Verantwortung beginnt im Kleinen: in täglichen Entscheidungen, im achtsamen Umgang mit Boden, Pflanzen und Lebensmitteln. Veränderung entsteht dort, wo Menschen wieder in Beziehung treten – zur Natur, zur Arbeit und zueinander.

Dafür wollen wir  ein Keimling sein!
Ein Ort, an dem Begegnung stattfinden, Erfahrungen geteilt werden und gemeinsames Wachsen entsteht.

Interessiert?

Gemeinschaftliche Landwirtschaft lässt sich nicht allein über Texte verstehen.

Deshalb empfehlen wir allen Interessierten, einen Infoanlass zu besuchen. 

Oder melde dich über das Kontaktformular bei uns. Anschliessend nehmen wir persönlich Kontakt auf, beantworten offene Fragen und lernen uns gegenseitig kennen.

Wir freuen uns auf Menschen, die diesen Weg gemeinsam mit uns erkunden möchten.

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